Der Name des Städtchens Rurrenabaque (Tacana: Ententeich) steht in Bolivien für eine bedeutende touristische Destination, sowohl für bolivianische als auch für internationale Reisende. In der Region treffen die tropischen Anden und das Amazonastiefland aufeinander. Charakteristisch für Rurrenabaque und seine Umgebung sind die ungewöhnlich hohe Biodiversität, die unvergleichliche Landschaft sowie die Vielzahl indigener Kulturen.

Von Rurrenabaque aus hat man Zugangsmöglichkeiten zu drei wichtigen Schutzgebieten:

  • Den Nationalpark Madidi
  • dem Schutzgebiet Pilón Lajas
  • der Pampa des Flusses Yacuma, welche 2006 als gemeindliches Schutzgebiet deklariert wurde

Rurrenabaque hat einen Flughafen, dessen Piste bis Ende 2008 gepflastert sein wird und ist durch eine ganzjährig befahrbare Straße mit der Hauptstadt La Paz verbunden. Außerdem gibt es im Ort mehrere Reisebüros, Hotels, Cafes und Restaurants.

Höhe: 229 m

Klima: feuchtheiß, mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 27 Grad Celsius. Zwischen Juni und August fallen die Temperaturen aufgrund der Südwinde (Surazos) bis auf 12 Grad Celsius.

Niederschlag: Durchschnittlich fallen im Jahr 1.778 mm Niederschlag. Während der Regenzeit von Oktober bis April sind es durchschnittlich 2.248 mm und in der Trockenzeit von Juni bis August 1.309 mm.

Bevölkerung: Die Gemeinde Rurrenabaque hat insgesamt 13.669 Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich einerseits aus verschieden Ethnien des Amazonastieflandes wie den Tsimanes, Mosetenes, Tacanas, Esse-Ejjas zusammen. Andererseits wird die Region seit den 80er Jahren von Völkerstämmen aus dem bolivianischen Hochland (Aymara und Quechua) besiedelt.

Wirtschaft: Der Tourismus stellt in Rurrenabaque den wichtigsten Wirtschaftsfaktor dar. 75% der Bevölkerung beziehen direkt oder indirekt ihr Einkommen aus dem Tourismus. An zweiter Stelle steht die Landwirtschaft und an dritter der Handel.

Feste: Das Patronatsfest von Rurrenabaque wird am 2. Februar mit einem folkloristischen Umzug und der Prozession der Jungfrau Candelaria zelebriert.

Lokales Handwerk: Es wird Kunsthandwerk aus Palmenblättern und Holz angefertigt, dessen Qualität sich im Ergebnis von Fortbildungsmaßnahmen ständig verbessert.

Märkte/Einkäufe: Typisches Kunsthandwerk sowie handgemachte Gebrauchsgegenstände (z.B. Pfeil und Bogen) aus den umliegenden Gemeinden/Projektgruppen verkauft in ihrem kleinen Laden Ecke St. Cruz/Abaroa. Ausrüstung für Touren, wie Hängematte, Moskiteros oder Regenponcho kauft man am besten an den Marktständen gegenüber vom Mercado. Hemden und Hosen für die Dschungeltour gibt's preiswerter und vor allem in "Gringogröße" in den unzähligen Second-Hand-Läden. Außerdem findet jeden Samstag um den Bootsanleger der Wochenmarkt statt.

Tourismusinformation: Die Tourismusinformation unterhält ihr Büro an der Ecke Vaca Diez und Abaroa. Sie bietet neben Informationen zu Kurzausflügen in die Umgebung auch Hintergrundinformationen zu den ortsansässigen Touranbietern hinsichtlich benötigter Lizenzen, Qualität und Umweltverträglichkeit ihrer Angebote.

Tropischer Regenwald: Der tropische Regenwald ist durch den Artenreichtum seiner Flora und Fauna gekennzeichnet. Der Nationalpark Madidi im Westen Boliviens erstreckt sich auf fast 1,9 Millionen Hektar von den Anden bis zum Amazonasbecken. Mit seinem noch intakten Regenwald ist der Madidi NP weltweit für seine hohe Biodiversität bekannt und einzigartig. Das an den Madidi NP grenzende Schutzgebiet Pilón Lajas befindet sich im gemeinschaftlichen Besitz der dort leben indigenen Gemeinden der Mosetenes und Tsimanes. Beide Schutzgebiete erreicht man mit dem Boot über die Flüsse Beni, Tuichi und Quiquibey.

Ausflüge in die Umgebung von Rurrenabaque: Von Rurrenabaque aus gibt es die Möglichkeit, mehrere kleine Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen. Ein Wanderweg führt zu einer Aussichtsplattform auf dem Berg El Calvario, von dem aus man eine spektakuläre Sicht auf das Amazonastiefland und den Fluss Beni hat. Über einen weiteren Wanderweg, der durch tropischen Regenwald führt, erreicht man einen Wasserfall. Entlang der Wasserleitung gelangt man beniaufwärts zum Cañon Suse. Der Weg schlängelt sich direkt am Steilufer entlang und gibt fantastische Blicke auf die Stromschnellen und die Bergkette mit der markanten Balakerbe frei. Vom nächsten Ort aus ist es möglich mit dem Boot zurück nach Rurrenabaque zu fahren. Das Übersetzen über den Rio Beni nach San Buenaventura dauert nur fünf Minuten und kann mit einem Besuch in dem kleinen Museum des Dorfes kombiniert werden. Das Museum gibt Auskunft über die Kultur der Tacanas.

An- und Abreise: Flugzeug, Busunternehmen

Flugzeug
Fluggesellschaft Flugzeugtyp und Kapazität Destinationen Kontakt
AMASZONAS Caravan monomotor (12 pax) und Fairchild bimotor (19 pax) La Paz
Trinidad
Santa Cruz
(täglich)
La Paz:
2-2220848
Rurrenabaque:
3-8922472
Transporte Aéreo Militar (TAM) Focker F-74 (40 pax) La Paz
(drei Flüge pro Woche)
La Paz:
2-2121585
Rurrenabaque:
3-8922398

Busunternehmen
Trans Totaí La Paz täglich
Flota Yungueña La Paz, Trinidad, Riberalta, Guayaramerín Täglich nach La Paz, 3 mal pro Woche zu den anderen Zielen
Turbus Totaí La Paz täglich
SITRU San Borja, conexión Trinidad täglich

Einige Reisebüros in Rurrenabaque bieten Fahrten nach La Paz in Jeeps mit Vierradantrieb an. Ein Jeep bietet Platz für bis zu 10 Personen; die Fahrt dauert ca. 12 Stunden. Es gibt jedoch keine festen Abfahrtszeiten.

Bedenken Sie, dass es vor allem in der Regenzeit zu erheblichen Beeinträchtigungen des Transportwesens im bolivianischem Tiefland kommen kann. Planen Sie genügend Zeit ein!

Krankenwagen in Rurrenabaque
Krankenwagen in Rurrenabaque
Regenzeit in Rurrenabaque
Regenzeit in Rurrenabaque
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